©Science Slam Freiburg
Tobias Debor - Neurowissenschaften
Warum können wir uns an manche Erlebnisse noch Jahre später erinnern, während andere schon nach wenigen Tagen verschwunden sind? Und warum bleiben gerade emotional belastende Erfahrungen oft besonders hartnäckig im Gedächtnis?
In diesem Science-Slam-Vortrag erklärt Neurowissenschaftler Tobias , wie neue Erinnerungen im Gehirn entstehen. Er zeigt, welche Rolle der Hippocampus dabei spielt, warum Erinnerungen anschließend in den Neocortex übertragen werden und weshalb dieser Prozess als Gedächtniskonsolidierung bezeichnet wird.
Anhand anschaulicher Beispiele – vom steckengebliebenen Fahrstuhl bis zu Helene Fischer in Dauerschleife – erklärt er, warum starke Emotionen Erinnerungen besonders dauerhaft machen. Gleichzeitig zeigt er, weshalb genau dieser Mechanismus bei traumatischen Erlebnissen problematisch werden kann und wie dadurch belastende Erinnerungen entstehen, die sich immer wieder aufdrängen.
Außerdem gibt er einen Einblick in seine aktuelle Forschung: Mit EEG und MRT untersucht sein Team, wie sich emotionale und neutrale Erinnerungen im Gehirn unterscheiden. Dafür schauen sich Versuchspersonen unter anderem neutrale Filmszenen und Ausschnitte aus Horrorfilmen an, während ihre Gehirnaktivität gemessen wird.