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Foto von Luisa Esguerra Rodriguez

Foto: Freddy Altmann

Luisa Esguerra Rodriguez - Quantenphysik

Können Quantencomputer bald unsere Chats lesen?

In ihrem Science-Slam-Vortrag zeigt Luisa, wie genau das in der Quantenphysik möglich wird. Was wie Magie klingt, ist Forschung: Licht wird in Atomen gespeichert, um Informationen sicher zu übertragen. Denn klassische Verschlüsselung könnte durch Quantencomputer angreifbar werden. Die Lösung liegt in der Quantenphysik selbst: Eigenschaften wie Superposition machen Kommunikation abhörsicher.

Dr. Laser Luisa erklärt anschaulich, wie Photonen Informationen tragen, wie Atome sie speichern – und warum daraus ein konkreter Ansatz für sichere Kommunikation entsteht.

1. Warum machst du beim Science Slam mit?

Ich finde es total wichtig, Wissenschaft und die damit verbundenen gesellschaftlichen Fragen, z.B. Diversität oder Wohlbefinden, verständlich und unterhaltsam für alle zugänglich zu machen! Außerdem macht es mir auch unheimlich viel Spaß, als Dr. LaserLuisa auf der Bühne zu stehen und über die Wunder der Physik zu reden! 

2. Was begeistert dich an der Forschung?

Die Welt und ihre Funktionsweise besser zu verstehen, neue Zusammenhänge zu lernen und das Gefühl, wenn ein Experiment endlich funktioniert oder man was neues gelernt hat! ;) 

3. Kannst du mir dein Thema in drei Sätzen erklären? 

Bei meinen Slams geht es darum, wie man Licht in Atomen speichert und warum dies helfen kann, über längere Distanzen abhörsicher zu kommunizieren. Dies kann uns vor dem Knacken von Verschlüsselungsmethoden durch die Quantencomputer der Zukunft schützen. Dabei spreche ich auch die leider immer noch viel zu niedrige Zahl von Frauen und anderen Minderheiten in der Physik und anderen MINT-Fächern an und motiviere das Publikum, was dagegen zu tun!

4. Was hättest du in deinem Forschungsprozess gerne früher gewusst?

Wie ich mich nicht von Angst blockieren lasse, wenn ich etwas nicht weiß und mich mehr traue, Fehler zu machen und Sachen auszuprobieren. Man lernt durch Fehler und Wiederholung! 

5. Was ist das größte Missverständnis über dein Fachgebiet?

Uff da gibt es viele! Dass Quantenphysik so schwer ist, dass fast keiner sie verstehen kann. Was schwierig ist, ist sich vorzustellen was die Quantenphysik besagt, weil sich Teichen ganz anders als in der klassischen Physik verhalten. Beispielsweise, dass ein Teilchen gleichzeitig an mehreren Orten ist, solange es nicht beobachtet oder gemessen wird. Aber jeder, der sich ein wenig damit beschäftigt, kann es verstehen, man muss keine Angst davor haben! Das Level an Wissen und Mathematik, das man erreichen möchte, kann man sich ja frei aussuchen!

6. Was machst du, um nach einem anstrengenden Tag abzuschalten?

Ich bin nebenbei Tänzerin, also gehe ich gerne Salsa oder Tango tanzen oder zum Balletttraining. Sonst natürlich Freunde treffen und wenn ich sehr müde bin auf meinem Bett liegen und einen lustigen Film oder eine Serie schauen.

7. Was ist dein Lieblingspaper/-buch zu deinem Thema?

Da ich Wissenschaftskommunikation liebe und leidenschaftlich betreibe, nenne ich eher populärwissenschaftliche Bücher, die die Faszination für Quanten wecken. Zu Quantenphysik im Allgemeinen finde ich "Alice in Quantumland" von Robert Gilmore sehr lustig. Vorm Studium hatte ich ein sehr tolles Buch gelesen, "Skurrile Quantenwelt" von Silvia Arroyo Camejo, welches mich total motiviert hat, Physik zu studieren. "Women in the History of Quantum Physics", herausgegeben von mehreren Autor*innen und erschienen bei Cambridge University Press, ist ein richtig tolles Buch, das sehr nötig ist. Und ich hoffe irgendwann gibt es eins von mir ;)

8. Welchen Rat würdest du anderen jungen Wissenschaftler*innen geben?

Vor allem an die Frauen und die unterrepräsentierten Gruppen würde ich sagen: Macht, was euch Spaß macht, und lasst euch nicht einschüchtern! Das System möchte uns unsicher und am Zweifeln an uns selbst und an unseren Fähigkeiten! Es kochen aber alle nur mit Wasser und ihr seid schlau genug! Man lernt durch Ausprobieren und wächst immer weiter, vor allem wenn man Fehler macht. Ihr habt auch das Recht in diesem Feld zu sein auch wenn ihr anders seid als der Rest. Und macht auch andere Dinge, Wissenschaft sollte nicht das Einzige im Leben sein. Freundschaften pflegen, Hobbys und andere Interessen haben macht euch interessanter und vielseitiger und die Wissenschaft braucht mehr von solchen Menschen!