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Foto von Verena Dzialas

Foto: privat

Verena Dzialas - Neurowissenschaften

Verena Dzialas ist Neurowissenschaftlerin mit einem Faible für Superkräfte – genauer gesagt: die kognitiven und motorischen Superkräfte von Menschen, die trotz neurodegenerativer Erkrankungen erstaunlich widerstandsfähig bleiben. In ihrer Promotion an der Universität Köln gräbt sie sich durch Hirnbilder, Eiweißanalysen und Lebensstilfaktoren, um mit Machine Learning herauszufinden, was diesen „Resilienz-Held*innen“ hilft. Klingt nach Science-Fiction? Ist knallharte Wissenschaft!

In ihrem Science-Slam-Beitrag zeigt Verena, wie das Gehirn Reserven gegen Alzheimer und Co. bildet und was wir selbst fürs gesunde Altern tun können.

Warum denkst Du, dass Wissenschaftskommunikation so wichtig ist? Ich finde, dass man merkt, dass gerade jetzt in unserem Zeitalter, in dem wir leben, häufig Gelder für die Wissenschaft gekürzt werden, obwohl die Wissenschaft das ist, was unsere Gesellschaft voranbringt. Wissenschaftskommunikation begeistert die Menschen wieder für die Wissenschaft. Sie findet nicht hinter verschlossenen Türen statt, sondern wird öffentlich gemacht und in einem lustigen Rahmen präsentiert. Sie regt Menschen dazu an, darüber zu diskutieren und führt vielleicht dazu,  dass wieder mehr Geld für die Forschung bereitgestellt wird.       Was ist deine Motivation dahinter, beim Science Slam mitzumachen? Ich finde, dass es eigentlich die perfekte Mischung daraus ist, Forschung zu präsentieren, aber auch Feedback darüber zu kriegen, was Forschung bewirkt. Also, nach dem Slam kommen oft Menschen auf mich zu und erzählen mir von persönlichen Schicksalen. Und das ist irgendwie etwas, was mich auch weiter antreibt, in der Forschung immer Vollgas zu geben, obwohl ich da halt mehr vorm Computer sitze und mich mit Daten beschäftige, wo ich die Geschichte dahinter nicht kenne. Und so verbinde ich beides zusammen.